St. Nikolai ob Drassling

Unsere Gemeinde wurde im Jahre 1850 im sogenannten Grabenland errichtet. Der Ort liegt in 333m Seehöhe auf einer sanften Hügelkette. Die Gesamtfläche beträgt 1.746ha. Heute zählt die Gemeinde etwas 1100 Einwohner.
Die Schwarza und der Lieberbach durchfließen unser Gemeindegebiet.
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Leitersdorf, Hochfeld, Mirnsdorf, Draßling, Draßlingberg, Pesserberg, Kirchberg, Kirchbergerberg, Schrötten, Frauenfeld, Hartfeld, Karleiten, Hütt und Sulzegg.
Es gibt hier ungefähr 150 landwirtschaftliche Betriebe, die zum überwiegenden Teil im Nebenerwerb geführt werden. Es gibt aber auch einige Gewerbe- Betriebe in unserem Ort.


Bedeutende Bauwerke in unserer Gemeinde:

Pfarrkirche
Sie wurde erstmals 1220 urkundlich „Chirchperch“ (Kirche auf dem Berg) erwähnt. Die alte romanische Kirche wurde 1772 barockisiert und vergrößert. Die Kirche ist ca. 26m lange und 14m breit, die Höhe des Kirchenraumes beträgt 11m, der Turm mitsamt dem Kreuz ist 47m. Die erste Orgel erhielt die Kirche im Jahre 1756. Die jetzige Orgel stammt aus dem Jahre 1896. Die vier Glocken der Hochaltar wurden im Jahre 1874 errichtet. Erhöht in der Mitte die Statue des Kirchenpatrons, des Hl. Nikolaus, links davor der Hl. Sebastian, rechts der Hl. Rochus (Pestheiliger). Erwähnt sind noch die romanischen Friese an der Kirchenostseite und Nordseite.

Waldkapelle von Sulzegg
Sie steht ziemlich versteckt im Wald und ist auf einem Steinsockel aufgebaut. Sie ist ganz aus Holz und außen mit Rinde verschlagen. Sie ist 4,1m lang und 3,9m breit. An der Ostwand hängt ein Marien und ein Herz-Jesu Bild. Sie soll 1889 vom damaligen Besitzer des Sauerbrunnens errichtet worden sein.

Kapelle in Draßling
Sie wurde im Jahre 1835 erbaut. Das Bild über dem Altarbild stellt Maria mit dem Jesuskind dar und wird von alten Engeln umrahmt. Sie wird von der Dorfgemeinschaft Draßling, Draßlingberg und Hochfeld erhalten.

Kapelle in Leitersdorf
Die neugotische Kapelle wurde im Jahre 1879 errichtet. Sie ist 10m lang und 6m breit. Über dem Altartisch ein Bild Maria mit dem Jesuskind. Rechts ein Bild der Hl. Elisabeth, links das des Hl. Georg. Die Erhaltung obliegt der Dorfgemeinschaft von Leitersdorf.

Kapelle Mirnsdorf
Sie wurde im Jahre 1835 als Gelobnis, zur Genesung seiner Frau, vom Bauer Franz Gründl erbaut. Die ist 11m lang und 6m breit. Über dem Altar ist im Halbrelief Marie mit dem Jesuskind dargestellt, in den Nischen der Eingangstür, der Hl. Rochus und der Hl. Sebastian. Die Kapelle erhielt im Jahre 1952 die Messlizenz und wird von der Dorfgemeinschaft erhalten.

Kapelle von Hütt
Sie wurde im Jahre 1852 von 6 Bauern an der Stelle wo zuvor ein gemauertes Feldkreuz stand errichtet. Sie ist 6m lang und 4m breit. Auf dem einfachen Kapellentisch steht ein Marienstatue mit dem Jesuskind. Die Erhaltung obliegt der Dorfgemeinschaft.

Kapelle am Hütterberg
Die jetzige Kapelle wurde im Jahre 1950 von der Fam. Bergweber auf einigen Kosten, an Stelle einer früheren, errichtet. Auf dem einfachen Altartisch steht  eine Statue, Maria von Lourdes in der Grotte. Die Kapelle ist Privateigentum und wird von der Familie Ortner erhalten.

Kapelle von Sulzegg
Die kleine Kapelle wurde 1969 anstelle einer verfallenen von Fam. Ferk auf eigenen Kosten errichtet.

Bircherpeter Kapelle
Sie wurde 1843 errichtet und 1928 vergrößert. Über dem Altartisch ein Bild Maria mit dem Jesukind. Die am Altaraufsatz angebrachten Engerl  zeigen typisch bäuerliche Schnitzkunst.

Hubertuskapelle
Auf dem Weg von Nikolai ins Hartfeld hat die Jägerschaft im Jahre 1970 eine kleine, die kleine Hl. Hubertus geweihte Kapelle errichtet. Der Altartisch ist mit Einlegearbeiten verziert. Die Kapelle ist wegen ihrer gelungenen Anpassung an die Landschaft ein beliebtes Wahrzeichen.

Marienstandbild
In Jahre 1879 wurde von der Fam. Stangel auf einer Steinsäule ein Marienbild am Ostende des Dorfes errichtet.

Hubertusdenkmal
1984 ließ Hr. Altenburger zum Dank nach einem schweren Unfall am nordwestlichen Rand des Kirchplatzes ein Hubertusdenkmal errichten.

Pestkreuz von Leitersdorf
Wie aus Sagen berichtet wurde Leitersdorf im Jahre 1663 von der Pest heimgesucht und bis auf drei Buben ausgerottet. Daraufhin wurde Leitersdorf etwas nach vor ins Schwarzautal verlegt und neu aufgebaut.

Pestkreuz in Kirchberg
Es steht auf einem kleinen Hügel östlich der Straße Nikolai/Kirchberg. Sie verweist auf die Seuchen im Jahre 1636 und 1647, wahrscheinlich auch auf das Pestjahr 1669.

Schulhaus
Die Volkschule wurde am 1. November 1900 eingeweiht. Sie wurde Kaiser-Franz-Josef-Schule genannt. 1992 wurde die Schule umgebaut und erhielt ihr heutiges Aussehen.

Römerkopf über dem Kriegsdenkmal
Bei Restaurierungsarbeiten an der Kirche wurde der Römerkopf mit zwei Löwen freigelegt. Dies zeig von einer Besiedelung der Römer auch in St.Nikolai. Es handelt sich dabei um einen Aufsatz zu einem römischen Offiziersgrab.

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